"Meristem Wall"

bioDigital matter lab

Material

Nachbearbeitung

Produktdetails

Quarzsand (SH – F01)

Infiltration

Die "Meristem Wall" besteht aus insgesamt 24 Blöcken, die zusammengesteckt werden.
 

Die Installation ist vom 22. Mai bis zum 21. November 2021 auf der Biennale Architecttura in Venedig (Italien) in der ECC Palazzo Mora ausgestellt.

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Venedig (Italien), 2021

Meristem Wall

Meristem Wall ist ein Prototyp einer vollständig 3D-gedruckten Gebäudewand mit optimierter Funktionalität vom bioDigital matter lab der Universität Lundt.

 

Sie wird aus Sand mit der Binder-Jetting-Technologie von voxeljet und der Nachbearbeitung von Sandhelden hergestellt. Ergänzt wird sie durch ein maßgeschneidertes CNC-gestricktes Gewebe, das von Dr. Mariana Popescu von der Block Research Group der ETH Zürich entwickelt und hergestellt wurde.

 

Die Wand enthält ein System von transienten und kontrollierbaren Luftströmen, die der Physiologie von Termitenhügeln nachempfunden sind. Dieser Mechanismus ermöglicht es der Wand, als Klimamodulator zu fungieren, der das interne Klima des Gebäudes reguliert, speichert und kontrolliert.

 

Die Geometrie der Wand und der integrierte Luftstrom ermöglichen es ihr, als biologischer Lebensraum für ein vielfältiges Ökosystem zu fungieren, wodurch das Konzept der grünen Wand über einen monokulturellen Garten hinausgeht.

Sie bietet einen reichhaltigen Lebensraum für die städtische Tierwelt und bietet eine Reihe von ökologischen Nischen. 

Die Wand wird anhand eines interdependenten Modells entworfen, das den Raum und die Beziehungen zwischen einer Vielzahl von Funktionen, einschließlich Versorgungseinrichtungen wie elektrische Leitungen, ästhetischen Vorlieben, struktureller Leistung und bioklimatischen Überlegungen, verhandelt.

 

Diese selbstorganisierende Simulation ist in der Lage, einzigartige Raumkompositionen zu schaffen, die einem breiten Spektrum von Kontexten und funktionalen Anforderungen gerecht werden.

 

David Andréen

David Andréen ist Dozent an der Universität Lund, wo er die bioDigital Matter-Forschungsgruppe leitet und den Masterstudiengang für digitale Architektur und aufstrebende Entwicklungen leitet.

 

Seine Forschungsarbeiten befassen sich mit Architektur, digitaler Fertigung und Computern, wobei er sich besonders dafür interessiert, wie biologische Prinzipien dazu beitragen können, neue nachhaltige Paradigmen für die Gestaltung der bebauten Umwelt zu entwickeln. David promovierte am Bartlett, UCL, und untersuchte Termitenhügel als Modelle für komplexe, funktionale Formen und verwandte Prinzipien der Emergenz und Selbstorganisation.

 

Neben seiner derzeitigen Tätigkeit in Lund hat David Architektur an der Greenwich University und am Bartlett gelehrt und ist als Kritiker und Workshopleiter auf der ganzen Welt zu Gast. 

Ana Goidea

Ana Goidea ist Doktorandin bei bioDigital Matter an der Universität Lund, wo sie die Möglichkeiten der additiven Fertigung in der Architektur durch computergestütztes Design untersucht.

 

Sie erhielt ihren Master of Architecture vom CITAstudio an der Königlich Dänischen Akademie der Schönen Künste und hat danach in Studios mit verschiedenen Strategien für digitale Fertigung unterrichtet und gearbeitet. Ihre Forschungen trafen auf die Industrie, als sie eines der ersten 3D-gedruckten Gebäude in Europa entwarf und mitproduzierte.

 

Ihre Arbeit erforscht die aktuelle Beziehung zur Umwelt durch die Verbindung zwischen komplexer Geometrie und neuen Materialsystemen innerhalb digitaler Berechnungs- und additiver Fertigungstechnologien.

 

Siehe auch: